Yoga ist weit mehr als Sonnengruß, Atemtechnik und Beweglichkeit. Das zeigen die rund 2.000 Jahre alten Yoga-Sutras, die Patañjali zugeschrieben werden. Ihr Ziel ist nicht körperliche Fitness, sondern innere Freiheit: Wir sollen lernen, den ständig beschäftigten Geist zu beruhigen, uns weniger mit unseren Gedanken, Begierden und äußeren Zielen zu identifizieren und dadurch wieder näher zu uns selbst zu kommen. Der Weg dorthin führt für Patañjali vor allem über zwei Dinge: Übung und Loslassen.

Albert und Jan sprechen in dieser Pudelkern-Folge darüber, warum Patañjalis Philosophie erstaunlich aktuell wirkt und was sein achtgliedriger Yoga-Pfad mit einem guten Leben zu tun hat. Es geht um Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit, Selbstdisziplin und Maßhalten, Konzentration und Meditation. Aber auch um die fünf Ursachen menschlichen Leidens: Nichtwissen, Ich-Verhaftung, Begierde, Hass und die Angst, das eigene Leben zu verlieren. Und um eine Frage, die Patañjali heute vermutlich mindestens so dringlich fände wie vor 2.000 Jahren: Wie bewahren wir unsere innere Ruhe in einer Welt, die permanent um unsere Aufmerksamkeit kämpft?

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