Hoffnung kann uns durch schwere Zeiten tragen, uns Mut machen und den Blick nach vorne öffnen. Doch was geschieht, wenn wir auf etwas hoffen, das wir nicht selbst beeinflussen können? Wann wird aus Hoffnung ein verkrampftes Festhalten und aus Zuversicht die Angst vor Enttäuschung? Ausgehend von der bewegenden Zuschrift einer Hörerin sprechen Albert und Jan über die Frage, wie wir mit großen Wünschen umgehen können, deren Erfüllung nicht in unserer Hand liegt.

Dabei treffen zwei philosophische Perspektiven aufeinander: Während Jan die Hoffnung gerade in schwierigen Lebenssituationen als wichtigen Hoffnungsschimmer verteidigt, warnt Albert mit den Stoikern davor, das eigene Lebensglück an die Hoffnung auf den Eintritt oder das Ausbleiben äußerer Ereignisse zu knüpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. Gemeinsam fragen sie, wo gesunde Hoffnung endet und leidvolles Wollen beginnt, was Zuversicht von Erwartung unterscheidet und wie Gelassenheit helfen kann, Wünsche zu bewahren, ohne von ihrer Erfüllung abhängig zu werden.

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