„Hasbara“ – das heißt wörtlich „Erklärung“. Schon seit Jahrzehnten setzen Israels Regierung, aber auch halbstaatliche Lobbygruppen und private Initiativen verschiedene Methoden ein, um das Ansehen des Landes international zu verbessern. Vieles davon hat lange funktioniert. Doch spätestens seit dem durch den am 7. Oktober 2023 ausgelösten Krieg im Gazastreifen stößt die Hasbara an ihre Grenzen.
Auch die derzeitige, in Teilen rechtsextreme Regierung unter Benjamin Netanjahu investiert viel in Hasbara. Zum Teil sind die Methoden gleichgeblieben, zum Teil setzt man aber auch auf neue Technologien, beispielsweise KI, Bots, Fake-Accounts oder bezahlte Influencer, um die öffentliche Meinung, gerade auch in den sozialen Medien zu beeinflussen. Zum Instrumentenkasten gehören nicht nur Charmeoffensiven und Delegationsreisen, sondern auch Falschinformationen und Diffamierungskampagnen. Hasbara ist längst Teil der Kriegsführung geworden.

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