Am Zuger Gericht stehen sich David und Goliath gegenüber: Vier Fischer*innen von der winzigen indonesischen Insel Pari klagen den Schweizer Zementgiganten Holcim an. Wegen der Klimakrise droht Pari im Meer zu versinken. Zum Klimawandel beigetragen haben die Inselbewohner*innen aber fast nichts – im Gegensatz zum Zementkonzern Holcim, der in seiner Unternehmensgeschichte 7 Gigatonnen CO₂ ausgestossen hat. Das ist doppelt so viel wie die Schweiz in ihrer gesamten Geschichte. Obwohl der Klagebetrag lächerlich klein ist, kämpft der Konzern mit Händen und Füssen dagegen. Der Grund: Ein Urteil zugunsten der Klagenden wäre ein globaler Präzedenzfall. Nico Meier will von Johannes Wendland, Jurist und Klimagerechtigkeitsexperte bei HEKS wissen, wie die Lebensrealität der Menschen auf Pari aussieht, was Holcim dazu sagt und welche Auswirkungen ein Urteil auf andere Klimaklagen hätte.
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