Er kam aus dem verregneten Norden Englands, der Arbeiterstadt Bradford,
wo er 1937 geboren wurde. Aber dann wurde er zum Maler des Lichts und
der bunten Farben: David Hockney. Die neueste Folge des Podcasts »Augen
zu« von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo widmet sich dem
britischen Exzentriker, der in diesem Sommer gestorben ist.
Seine Haare waren platinblond gefärbt und seine legendären Anzüge ein
Leben lang geprägt von den schrillen Tönen des Swinging London. Ihn aber
zog es von dort nach Kalifornien, wo ihm in den 1960er-Jahren ikonische
Bilder einer selbstbewussten Homoerotik und des neuen »American Way of
Life« in Los Angeles gelangen.
Ein Leben lang war Hockney technischen Neuerungen auf der Spur – erst
der Camera obscura, dann der Fotografie, schließlich dem Malen mit
dem Finger auf dem iPad. Er blickte auf die Welt und malte, was er sah –
diese Neugier, dieser Witz und dieser Wunsch nach Schönheit machen ihn
zu einer der großen Künstlerfiguren nach 1945.
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