Offen, fröhlich und zuverlässig. So beschreiben Freunde und Angehörige die neunjährige Valeriia. Ihre Mutter war mit ihr und ihrer kleinen Schwester 2022 aus der Ukraine ins sächsische Döbeln gekommen. – Doch am 03. Juni 2024 kommt das Mädchen nach der Schule nicht nach Hause. Ungewöhnlich. Denn eigentlich hätte sie mit einer Freundin noch ihren Judo-Kurs besucht. Sofort begibt sich die Mutter auf die Suche – und meldet ihr vermisstes Kind bei der Polizei.

Anders als bei Erwachsenen beginnen die Beamten unmittelbar mit der Suche nach Valeriia. Schnell wird klar: Sie kam an diesem Morgen nie in der Schule an. Irgendwo auf dem kurzen Weg zwischen Wohnung und Schulbus muss etwas geschehen sein. Ist sie verunglückt? Wurde sie entführt? Es beginnen zähe Tage der Suche, bei der auch Freiwillige die Beamten unterstützen.

Nach acht Tagen finden sie schließlich eine Leiche in einem Wald bei Döbeln. Es ist Valeriia. Und die Ermittler haben schnell eine Theorie: Der Täter kommt höchstwahrscheinlich aus dem familiären Umfeld. Doch er befindet sich inzwischen im Ausland.
Im Gespräch mit Host Anne Eichhorn geben MDR-Reporter Rico Wolf und der ermittelnde Staatsanwalt Carsten Schönfeld aus Chemnitz Einblicke in die internationale Ermittlungsarbeit und erzählen aus erster Hand ihre Eindrücke und Erfahrungen.

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